Einfach. Persönlich. Direkt.

Sofort erreichbar durch unseren WhatsApp Service

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Geringe Kosten - für den Account von WhatsApp braucht man lediglich eine einfache Prepaid-SIM-Karte und ein Smartphone.
  • Direkte Kontakt-Aufnahme - kein Eingeben von vollständigen Adressen oder E-Mail-Adresse, Standorte lassen sich einfach übertragen.
  • Einfache Anwendung - Per Daten-Upload senden Sie Dateien oder Fotos einfach mit. Das könnte beispielsweise bei Schadens-Meldungen sehr hilfreich sein.
  • Schnelle Bearbeitung - eine erste Antwort auf Ihr Anliegen oder Ihre Frage erhalten Sie von uns auch direkt per WhatsApp.
  • u.v.m.

Die wichtigsten Fragen & Antworten auf einen Blick

Ist der UKBS WhatsApp Service kostenpflichtig?

Nein, der UKBS WhatsApp Service ist völlig kostenfrei.
Bitte beachten Sie das eventuell Kosten für Ihr verwendetes Datenvolumen entstehen können, die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft mbH wird keine Kosten für Sie übernehmen.

Wird meine Rufnummer gespeichert?

WhatsApp funktioniert immer in Kombination mit Ihrer Rufnummer, wir werden diese aber nicht speichern und anderen zugänglich machen.

5. WhatsApp in Betrieb und Verwaltung

Der Einsatz von WhatsApp zur behördlichen oder unternehmerischen Kommunika- tion ist nur dann zulässig, wenn die Betroffenen in die Nutzung gegenüber der ver- antwortlichen Stelle eingewilligt haben.

Der Einsatz von Diensten zur Individualkommunikation wie WhatsApp hat nicht nur im Pri- vatbereich im Berichtszeitraum rasant zugenommen. Auch Unternehmen wollen über die- sen Dienst mit ihren Kunden kommunizieren. Wir erhalten zu diesem Themenfeld ver- schiedentlich Anfragen und Beschwerden. Allerdings sind wir weder für das Unternehmen WhatsApp Inc. mit Sitz in den USA, noch für andere vergleichbare Anbieter derartiger Dienste der Individualkommunikation zuständig. Die Kontrolle der Einhaltung datenschutz- rechtlicher Vorgaben durch dieses Unternehmen wird durch die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) wahrgenommen. Denn hier handelt es sich nach dem gemeinsamen Verständnis der deutschen Aufsichtsbehörden um sog. OTT (Over-the-top)-Dienste, und damit um Telekommunikation. Sie unterfallen dem Telekom- munikationsgesetz (TKG) und ihre datenschutzrechtliche Kontrolle obliegt gemäß § 115 Abs. 4 TKG der BfDI.

Anders sieht es jedoch aus, wenn ein Unternehmen in unserem Zuständigkeitsbereich WhatsApp z.B. für den Kundenkontakt nutzt. Eine Übermittlung personenbezogener Daten erfolgt an solche Anbieter immer dann, wenn dieser z. B. Telefonnummern oder andere Kontaktdaten erhält, damit eine Kommunikation überhaupt stattfinden kann. Dies erfolgt in der Regel über einen sogenannten Adressbuchupload, bei dem die gesamte Kontaktinfor- mation eines Geräts an den Anbieter übermittelt wird. Nach unserer Ansicht stellt eine solche Übermittlung zu unternehmerischen Zwecken einevom Grundsatz her datenschutz- rechtlich unzulässige Verarbeitung personenbezogener Daten dar. Denn aus den Nut- zungsbedingungen der WhatsApp Inc. wird deutlich, dass sie ihre Nutzer auffordert, die Legitimität der Übermittlung der Daten eigenständig sicherzustellen. Zudem ist nicht voll- ständig gewährleistet, dass die WhatsApp Inc. die Adressbuchdaten ausschließlich und abschließend für die Erbringung der eigentlichen Kommunikationsdienstleistung verwen- det. Die Datenschutzerklärung von WhatsApp ist in diesem Zusammenhang zu unbe- stimmt und lässt den Schluss zu, dass übermittelte Daten auch über den unmittelbaren Zweck der Diensterbringung hinaus durch das Unternehmen verwendetwerden, etwa zu eigenen wirtschaftlichen Zwecken.

Soweit Unternehmen und Behörden meinen, dennoch nicht auf die Verwendung des Dienstes von WhatsApp verzichten zu können, sollte die Nutzung über ein Endgerät abge- wickelt werden, welches bei der Installation der App über ein leeres Adressbuch verfügt. Werden die Unternehmen und Behörden dann direkt über WhatsApp von den Betroffenen kontaktiert, kann (konkludent) von einer Einwilligung der Betroffenen ausgegangen wer- den. Hier kann eine Ausnahme vom Schriftformerfordernis der Einwilligung gemäß § 4a Abs. 1 S. 3 BDSG gesehen werden, wonach von dieser Formvorschrift abgesehen werden kann, wenn dies wegen der besonderen Umstände angemessen ist. Der HmbBfDI würde das Hinzufügen des Kontakts in das Adressbuch und die weitere Kommunikation über den Dienst der WhatsApp Inc. unter diesen Vorgaben nicht beanstanden.

Rechtssicherer und mit den gesetzlichen Vorgaben zweifelsfrei im Einklang wäre es, wenn die Unternehmen direkt die Nummern mit dem Kunden und Geschäftspartnern austau- schen und sich dabei die schriftliche Einwilligung durch die Betroffenen erteilen lassen.

Eine Übermittlung bereits vorhandener Adressdaten an WhatsApp wäre nach unserer Ansicht nur zulässig, wenn dafür gemäß § 4 Abs. 1 BDSG eine entsprechende Rechtsgrundlage existiert. Diese könnte neben der Einwilligung des Betroffenen, bei bestimmten Sachverhaltskonstellationen aufgrund von zivilrechtlichen Verträgen in der Erfüllung eigener Geschäftszwecke oder ausnahmsweise in der Wahrung berechtigter Interessen des jeweiligen Unternehmens liegen. Für öffentliche Stellen wäre eine gesetzliche Rechtsgrundlage erforderlich,die nach unserer Kenntnis allerdings nicht existiert.

In jedem Fall sind bei der Übermittlung der Daten vorab immerdie schutzwürdigen Interessen der betroffenen Kundinnen und Kunden bzw. der Bürgerinnen und Bürger zu beachten. In der Regel können Unternehmen und Behörden nicht davon ausgehen, dass Betroffene die Übermittlung z. B. ihrer Telefonnummer für nicht genauer spezifizierte Zwecke der WhatsApp Inc. hinnehmen müssen. Gerade im Bereich der Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Werbung und des Marketings setzt das Wettbewerbs- und Datenschutzecht der Datenverarbeitung enge Grenzen und erfordert in der Regel die Erteilung einer Einwilligung der Betroffenen. Dies steht auch im Einklang mit der deutschen Rechtsprechung, die immer wieder den belästigenden Charakter von Werbung festgestellt hat und die Nutzung von Kontaktdaten zu Werbezwecken einem Einwilligungsvorbehalt unterstellt. Die Einwilligung muss jeweils von der Person, deren Kontaktdaten aus dem Adressbuch an die WhatsApp übermittelt werden, unter den Bedingungen des § 4a BDSG bzw. § 5 HmbDSG erteilt werden. Die Annahme, dass schon deshalb eine Einwilligung in die Übermittlung von Adressdaten an die WhatsApp Inc. vorliegt, weil der Betroffene selbst Nutzer von WhatsApp ist, ist abzulehnen. Denn Dienste wie WhatsApp ziehen aus der Information, wer mit wem verbunden ist, zusätzliche Schlüsse. aus: 26. Tätigkeitsbericht Datenschutz 2016/2017 des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informaionsfreiheit (02/2018)

5.7 WhatsApp-Nutzung – Weitergabe von Kontaktdaten

Bereits in seinem XII. Tätigkeitsbericht (Nr. 5.10) hatte der Landesbeauftragte über die Risiken beim Einsatz von WhatsApp berichtet. Dabei wurde vor allem auf die Nutzungsbedingungen verwiesen, in die der Nutzer einwilligen muss und mit denen er umfangreiche Rechte an der Kommunikation an WhatsApp abtritt. Auch die automatisierte Übertragung der Kontakte aus dem Adressbuch des Nutzers wurde kriti-siert. Zwar werden die übertragenen Nachrichten mittlerweile standardmäßig über eine Endezu- Ende-Verschlüsselung geschützt, die Metadaten – also wer hat wann mit wem kommuniziert – werden jedoch weiterhin im Klartext übermittelt und können von WhatsApp für eigene Zwecke ausgewertet werden.

Dazu hat das Amtsgericht Bad Hersfeld in einem Sorgerechtsstreit, in dem es auch um die Smartphone-Nutzung eines elf Jahre alten Jungen ging, bezüglich der Über-tragung der Kontaktdaten aus dem Adressbuch des WhatsApp-Nutzers folgendes festgestellt (Beschluss vom 20. März 2017, Az.: F 111/17 EASO): „Wer den Messenger-Dienst "WhatsApp" nutzt, übermittelt nach den technischen Vorgaben des Dienstes fortlaufend Daten in Klardaten-Form von allen in dem eigenen Smartphone- Adressbuch eingetragenen Kontaktpersonen an das hinter dem Dienst stehende Unternehmen. Wer durch seine Nutzung von "WhatsApp" diese andauernde Datenweitergabe zulässt, ohne zuvor von seinen Kontaktpersonen aus dem eigenen Telefon-Adressbuch hierfür jeweils eine Erlaubnis eingeholt zu haben, begeht gegenüber diesen Personen eine deliktische Handlung und begibt sich in die Gefahr, von den betroffenen Personen kostenpflichtig abgemahnt zu werden.“

Zwar gibt es auch technische Lösungen, die den Zugriff der App auf die Kontaktdaten verhindern können, jedoch ist aus Sicht des Landesbeauftragten die automatische Übertragung der Kontaktdaten an WhatsApp nur ein datenschutzrechtliches Problem von vielen. Zum einen gibt es nach wie vor Bestrebungen von Facebook, auf Nutzerdaten von WhatsApp zuzugreifen. Zum anderen ist WhatsApp nicht quelloffen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Verschlüsselung der Kommunikationsinhalte auf andere Weise wieder aufgehoben werden könnte. Außerdem werden die Metadaten unverschlüsselt gespeichert und können so zur Auswertung von Kommunikationsbeziehungen genutzt werden. In diesem Zusammenhang ist auch fraglich, ob die Zustimmung des Nutzers zu den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie durch Installation der App die Anforderungen an eine Einwilligung gem. Art. 7 DS-GVO erfüllt.

Aus den genannten Gründen begegnet die Nutzung von WhatsApp durch Unternehmen und Behörden nach wie vor erheblichen datenschutzrechtlichen Bedenken. Für geschlossene Benutzergruppen empfiehlt es sich, die Nutzung alternativer Messenger-Dienste zu prüfen.

aus: XIII./XIV. Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für den Datenschutz Schsen-Anhalt (09/2018)

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